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WFW berät Rheinmetall bei Joint Venture mit BAE in Großbritannien22 January 2019

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Watson Farley & Williams („WFW“) hat die deutsche Rheinmetall AG („Rheinmetall“) bei ihrem neuen Joint Venture („JV“) mit BAE Systems („BAE“) rechtlich beraten. Ziel ist es, ein gemeinsames britisches Unternehmen für die Entwicklung und Herstellung von Militärfahrzeugen sowie für das Supportgeschäft zu schaffen. Die Gründung des JV steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Behörden, die voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen sein werden.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Rheinmetall eine Mehrheitsbeteiligung an Kampffahrzeuggeschäft von BAE in Großbritannien erwerben. Das neue JV wird seinen Sitz in der bereits bestehenden Niederlassung von BAE Systems in Telford, England, haben und unter dem Namen Rheinmetall BAE Systems – Land („RBS-L“) geführt werden. RBS-L wird mehr als 400 Arbeitsplätze in Großbritannien sowie die wichtigsten Technologie- und Ingenieurskompetenzen sichern. Neben der Leitung und dem Ausbau des bestehenden Kampffahrzeug-Supportgeschäfts soll RBS-L eine wichtige Rolle bei der Lieferung der neuen Programme Mechanised Infantry Vehicle (MIV) und Challenger 2 Life Extension der britischen Armee spielen.

Neben der Fokussierung auf die britischen Programme wird RBS-L auch ein wesentlicher Bestandteil des Rheinmetall-Geschäftsbereichs Fahrzeugsysteme sein und sich an verschiedenen militärischen Fahrzeugprojekten und –verträgen weltweit beteiligen. Durch die Kombination von der bei Rheinmetall ansässigen militärischen Fahrzeugtechnik und ihren Produkten mit den Fähigkeiten und Produkten, die BAE in das JV einbringen wird – wie beispielsweise Titan, Trojaner, Terrier, Krieger, Militärbrücken und das selbstfahrende Artilleriesystem AS90 – wird ein breitaufgestelltes und führendes Unternehmen im militärischen Fahrzeugbereich in Europa geschaffen. Durch RBS-L können Hunderte von zusätzlichen Arbeitsplätzen in Großbritannien entstehen, sowohl in Telford als auch in der gesamten Lieferkette.

Von der britischen Armee sollen zusätzlich 500 gepanzerte achträdrige Boxer-Fahrzeuge über einen Zeitraum von fünf Jahren gekauft werden, wobei die ersten 2023 geliefert werden sollen. Der Boxer, der von Rheinmetalls Joint Venture Artec gebaut wurde und bisher keinen direkten Wettbewerber hat, wurde vom britischen Verteidigungsministerium als das am besten geschützte und mobilste Fahrzeug mit dem besten Leistungs-Gewicht-Verhältnis ausgewählt.

Das in Düsseldorf ansässige und 1889 gegründete Unternehmen Rheinmetall gilt als einer der führenden europäischen Rüstungskonzerne und ist Marktführer für umweltfreundliche Mobilität sowie auf die jeweilige Gefahrensituation abgestimmte Sicherheitstechnologie. Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschafteten die 23.000 Mitarbeiter einen Umsatz von rund 5,9 Mrd. €.

Das multidisziplinäre WFW-Team in London, das Rheinmetall bei dem Joint Venture beraten hat, wurde von Corporate Partner Mark Tooke geleitet. Unterstützt wurde er vom Frankfurter Corporate Partner Dr. Christoph Naumann, Senior Associate Richard O’Brien und Associate Nicholas Connell. Zu steuerlichen Aspekten beriet Partner Tom Jarvis sowie Partner Nick Walker zu Aspekten des Planungs- und Umweltrechts. Des Weiteren berieten Partner Simon Folley zu immobilienrechtlichen Aspekten der Transaktion sowie Partner Jeremy Robinson, unterstützt von Senior Associate Vineet Budhiraja, zu wettbewerbsrechtlichen Fragestellungen. Senior Associate Anna Robinson und Associate Aarti Jagpal berieten darüber hinaus zu arbeitsrechtlichen Aspekten.

Während der gesamten Transaktion arbeitete das Team eng mit dem Senior Legal Counsel Dr. Karsten Winkelmann von Rheinmetall zusammen.

Mark Tooke kommentiert: „Wir freuen uns, dass wir Karsten Winkelmann und das Team von Rheinmetall bei dieser wichtigen und komplexen Transaktion unterstützen konnten. Dies sollte nicht nur dazu führen, dass die britische Armee mit dem absolut besten gepanzerten Mannschaftswagen der Spitzenklasse ausgestattet wird, um die höchsten Sicherheits- und Leistungsstandards für unsere Truppen zu garantieren, sondern auch zu bedeutenden Investitionen in diesem strategisch wichtigen Sektor in Großbritannien führen, und damit zugleich eine aussichtreiche Zukunft für hunderte Ingenieure in Großbritannien ermöglichen.“

Dr. Karsten Winkelmann ergänzt: „Wir schätzen das Engagement von Mark und seines Teams bei der rechtlichen Unterstützung dieser Transaktion sowie WFWs Hands-On-Mentalität bei der Identifizierung von Problemen und der Aushandlung einer praktischen Lösung.“

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